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Freiburg: Tiere, Möbel, Speis und Trank - badische-zeitung.de
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09. März 2010

Tiere, Möbel, Speis und Trank

Neuer Schwung für den Einzelhandel an der Lörracher Straße.

  1. Der „Holzladen“ will um die Hälfte wachsen. Wo jetzt noch „Pick & Pack“ steht (Hintergrund, rechts), will das Zoogeschäft Burkart ab Herbst auf 4000 Quadratmetern seine Kundschaft bedienen. Foto: Thomas Kunz

Gewerbegebiet Schildacker – wo ist das denn? Unter Freiburgs Gewerbezonen nimmt das Areal zwischen Lörracher, Basler und Wiesentalstraße derzeit sicherlich nicht gerade den prominentesten Platz ein – verglichen etwa mit den Industrie- und Gewerbeflächen Haid, Nord oder Hochdorf. Doch das Gebiet Schildacker, das formal noch zum Stadtteil Haslach gehört, könnte in den kommenden Jahren an Popularität gewinnen. Das Zoogeschäft Burkart, der "Holzladen" und Edeka wollen dort Millionen investieren und neue Einkaufsmöglichkeiten schaffen.

Mit einer entsprechenden Bebauungsplanänderung hat der Freiburger Gemeinderat kürzlich den Weg frei gemacht für ein neues, großflächiges Zoofachgeschäft an der Lörracher Straße. Dort, wo einst der Restpostenmarkt "Pick’s raus" war, wird – so sieht die Planung aus – wohl im Frühherbst die Zoofachhandlung Burkart ihr neues Geschäft eröffnen. Burkart ist bisher in der Feldbergstraße 20-25 in Haslach beheimatet. Die dortigen rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche seien allerdings für die Zukunft des Unternehmens und die Strategie, die Firmeninhaber Dieter Burkart und seine Tochter Tanja mit dem Familienbetrieb verfolgen, zu klein. An der Lörracher Straße wird Burkart künftig voraussichtlich über 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche verfügen.

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"Vom Bebauungsplan her haben wir nun freie Bahn, aber die Baufreigabe fehlt noch. Wir hoffen allerdings, dass auch genehmigungstechnisch jetzt alles zügig geht", sagte Dieter Burkart gestern auf Anfrage der BZ.

Schätzungsweise 2,5 Millionen Euro wird Burkart in den neuen Firmenstandort investieren. Man wolle aber kein klassischer Fachmarkt werden, sondern den Charakter des familiären, betreuungsintensiven Fachgeschäfts auf die dann um den Faktor vier vergrößerte Fläche hinüberretten. Derzeit hat Burkart 20 fest angestellte Mitarbeiter, am neuen Standort soll die Zahl deutlich aufgestockt werden. Alle Sortimentsbereiche sollen durch den Umzug wachsen, besonders stark will Burkart aber im Teichbereich zulegen – einschließlich Wasseranalysen. "Insgesamt haben wir dort künftig einfach mehr Luft als an der Feldbergstraße", so Dieter Burkart. Maximal 400 Quadratmeter Verkaufsfläche darf Burkart künftig mit zentrenrelevanten Waren, etwa Tiernahrung in Kleingebinden unter zehn Kilo, bestücken. Burkart versteht sich selbst als regionaler Marktführer im Zoofachhandel.

Der Holzladen muss abwarten, Edeka lässt sich Zeit

Nur wenige Meter entfernt, an der Kreuzung Lörracher Straße / Wiesentalstraße, wartet der "Holzladen" noch auf grünes Licht von der Stadt, um ebenfalls seine Verkaufsfläche deutlich zu erweitern. Zu den bestehenden 1200 Quadratmetern will der Massivholzmöbelspezialist die bisherigen 600 Quadratmeter Lagerfläche hinzuschlagen. Dazu müsste aber zuerst auch noch eine nahe gelegene Ersatzlagerfläche gefunden werden. Geschäftsführer Michael Fuchs: "Derzeit sind wir noch in Verhandlungen mit der Stadt. Aber anders als vor zwei Jahren, als wir schon einmal einen Erweiterungsversuch gestartet haben, scheint die Verwaltung unser Ansinnen nun positiver aufzunehmen." Der "Holzladen" beschäftigt neun Mitarbeiter. Auch hier würde eine Erweiterung zu Neueinstellungen führen. Der Betrieb ist Teil eines bundesweiten Einkaufsverbunds mit derzeit 20 Standorten.

Etwas anders liegen die Dinge an der Ecke Lörracher Straße / Schopfheimer Straße. Dort zögert die Supermarktkette Edeka mit dem schon seit gut einem Jahr angekündigten und grundsätzlich genehmigten Abriss des aus den 70er Jahren stammenden und leer stehenden Wüba-Hochhauses. Edeka will den dort bestehenden Lebensmittelmarkt und das Hochhaus mit einem 2500 Quadratmeter großen E-Center ersetzen. Gestern konnte Edeka erneut keine näheren Angaben zum weiteren Zeitplan der geplanten Großinvestition machen.  

Autor: Holger Schindler



1 Kommentar

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Hanns Stähle

Registriert seit: 03.06.2009

Kommentare: 9

09. März 2010 - 12:09 Uhr

Was soll das für ein neuer Schwung sein. Je Mehr Einkaufsflächen in Freiburg erstellt werden um so mehr wird es eine Verdrängung geben. Die Zentren gleichen sich und die Angebote sind uniformiert identisch auf allen Großflächen. Kleine Inhabergeführte Einzelhandelsunternehmen werden verschwinden und irgendwann wird man nur noch mit dem Auto zum einkaufen fahren. Welch einzigartiger Schwung......

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